Aktuelles
Nächster Infoabend am 02.08.2010
02.08.2010
Infoabend: Am Montag, den 2. August findet um 19:00 Uhr im Gymnastikraum unserer Klinik der nächste Info-Abend für alle interessierten Mütter und Väter statt.
Unter anderem wird Ihnen im Rahmen dieser Veranstaltung eine Führung durch das Haus, speziell Kreißsaal und Wochenstation, geboten. Sie werden informiert über Akupunktur, Geburtszeitverkürzung, Elternschule, sowie über unser "Stillcafé la Mamma". Eine unserer Anästhesistinnen gibt Ihnen Auskunft über eventuelle Schmerzausschaltung unter der Geburt. Gynäkologen, fachkundige Hebammen und Kinderschwestern stellen sich gerne Ihren Fragen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Wir laden Sie recht herzlich ein.
Sommerfest im Park am 17. Juli
28.07.2010
Wohltönender Nachbarschaftskrach, handsame Schlangen, akrobatisches Feuerwerk und improvisierende Diven
Gegen 12 Uhr am Tag des alljährlichen Sommerfestes der Klinik schien Petrus schlechter Laune zu sein, es schüttete aus allen Wolken. Die Mitarbeitenden der Klinik, die gerade beim Zelte aufbauen, Tische dekorieren und Stände einrichten waren, schickten eilends ein Stoßgebet gen Himmel – und siehe da – das Fest im Park konnte ohne Schirme und Regencapes gefeiert werden.
Wie seit vielen Jahren ist das Fest ein Publikumsmagnet für Groß und Klein. Und für alle die wurde ein buntes Sammelsurium an Erlebbarem geboten: die Kleinsten tobten sich in der Hüpfburg aus, etwas Größere übten ihre Geschicklichkeit bei den spannenden Spielen des Spielmobils des Kulturfensters. Wer gaaanz mutig war, ließ sich eines der tierischen Mitglieder des Erlebniszoos um den Arm schlängeln. Nach so viel Nervenkitzel war Stärkung bitter notwendig: Aber was sollte zuerst in den Magen: von den indischen Schwestern gekochtes Kichererbsencurry, ein deftiges Steak oder selbstgebackener Kuchen?
Auf den Bierbänken trafen sich junge Familien, Mitarbeiter und Ärzte der Klinik, Nachbarn und viele der Klinik in irgendeiner Weise Verbundene. Endlich war Zeit, sich außerhalb des Klinikalltags in sehr entspannter, unkomplizierter Weise zu begegnen. Nachdem der Bauch gesättigt Ruhe gab, schlenderten viele an den Flohmarktständen vorbei und bestaunten den Stand der Auszubildenden der Hauswirtschaft, die sich und ihre Arbeit dort informativ und dekorativ präsentierten.
Mitten durch die bunte Menge spazierte die Band „Nachbarschaftskrach“. Der Gynäkologe Wolfgang Heide verbreitete mit seinen Mittrompetenden und Posaunenden jede Menge gute Laune. Neugierigen wurde die Klinik bei Hausführungen gezeigt. Dann kündigte Dr. Thomas Günther, der wie immer herzlich unkompliziert durch´s Programm führte, die Mannheimer Improtheater-Gruppe „Stagediven“ an, die auf der Bühne zusammen mit und für Kinder äußerst gelungen Szenen aus darboten. Lachen allerorten. Die Diven machten später Platz für eine Ausnahmeathletin, die 16 jährige Elisabeth Seitz. Als sei es ein Kinderspiel, wirbelte sie über die Bühne und zeigte Einblicke in ihr Können. Nach der Weltmeisterschaft dieses Jahr in Rotterdam wird sie an 2012 an den Olympischen Spielen in London teilnehmen.
Nach 18 Uhr dann ein ähnliches Bild wie morgens – nur andersrum. Es wurde abgebaut. Und am nächsten Tag sah der Park wieder aus, als sei nie etwas gewesen. Und doch – in den Köpfen und Herzen der Besucher wirken noch viele schöne Bilder, Gespräche und Erlebnisse nach: Eine Schlange am Arm, Ingwer und Koriander auf der Zunge, Staunen über spektakuläre Turnübungen, lautes Lachen über komische Szenen auf der Bühne. Und Vorfreude auf das Sommerfest 2011.
Ein ganz großes Dankeschön möchten wir an dieser Stelle allen Mitwirkenden und Mitarbeitenden sagen, denn allesamt verzichteten sie auf Gage und Bezahlung für ihre Arbeit. Mit dem Erlös des Festes wird ein Projekt zugunsten indischer Straßenkinder unterstützt.
Beim Sport verletzt – was jetzt?
12.05.2010
Großes Interesse für Veranstaltung von Klinik Sankt Elisabeth und
Orthopädischer Gemeinschaftspraxis „Sportopädie“
1,25 Millionen Sportunfälle in Deutschland pro Jahr – diese Zahl ist sehr hoch. Wie kommt es zu derart vielen behandlungsbedürftigen Verletzungen mit teilweise heftigen Folgen? Welche Behandlungsmethoden gibt es? Wie kann man vorbeugen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Gesundheitsforum Orthopädie in der Klinik Sankt Elisabeth. Es wurde als Gemeinschaftsveranstaltung von Klinik und Orthopädischer Gemeinschaftspraxis „Sportopädie“ durchgeführt. Die Sportmediziner, Mannschaftsärzte verschiedener National- und Regionalmannschaften wie TSG 1899 Hoffenheim, U20-Fußballnationalmannschaft und Rugbyverein SC Neuenheim, operieren ihre Patienten aus Breiten- und Leistungssport in der in unmittelbarer Nähe gelegenen Klinik.
Prävention, Behandlung und Rehabilitation von Muskelverletzungen, Verletzungen des vorderen Kreuzbands und Adduktorenprobleme – das waren die drei großen Themen des Info-Abends. „Verletzungen des Muskels sind je nach ihrer Art z.B. auf Fehlbelastungen, unzureichendes oder fehlerhaftes Aufwärmen und fehlende Regeneration zurückzuführen“, erklärte Dr. Henning Ott, Sportmediziner und einer der Ärzte in der orthopädischen Gemeinschaftspraxis „Sportopädie“. „Auch im Breitensport sind diese Ursachen typisch und werden leider zu selten erkannt und mitbehandelt.“ Was bei Sportärzten am Spielfeldrand gängiges Mittel ist, gilt genauso für den Breitensport: Pause machen, kühlen, Kompression und hochlegen. „Jede Minute bis zum Therapiebeginn verlängert die Sportpause um einen Tag“, fasste Dr. Ott die medizinischen Erfahrungen zusammen. Je nach Schwere der Verletzung kommen weitere Therapiemethoden dazu, damit die Genesung rasch voranschreitet.
Während Muskelverletzungen meist konservativ behandelt werden, ist bei der Verletzung am vorderen Kreuzband meist eine Operation angesagt. Mindestens 6 Monate dauert es, bis der Sportler wieder voll einsatzfähig ist. Von seinem Kreuzbandriss erzählte der 19-jährige Sebastian Rode, Lizenzspieler bei der Kickers Offenbach und U20-Nationalspieler. Er verletzte sich bei einem Spiel im September, wurde in der Klinik Sankt Elisabeth operiert und begann danach wieder mit dem langwierigen Aufbautraining. „Da stand ich dann beim Aqua-Jogging neben sehr viel älteren Damen und dachte: Da musst du jetzt durch!“, erzählte der Abiturient humorvoll. Nach dem Erfolg des Krafttraining wollte der junge Spieler wieder joggen, aber: „Die Ärzte haben es mir wegen des vielen Schnees und der Ausrutschgefahr verboten.“ Heute ist der Sportler froh, dass er die unvermeidliche Pause eingehalten hat, denn die Kraft war da, nicht aber die Koordination und schnelle Reaktionsfähigkeit der Muskeln. Kürzlich hat das Nachwuchstalent aber wieder eine ganze Spielzeit gespielt und gut durchgehalten.
Bananenbrötchen mit Pfeffer - Alltag im Malteser-Camp nach dem Erdbeben auf Haiti
16.04.2010
Zwei Wochen arbeitete und lebte der Heidelberger Gynäkologe Wolfgang Heide im Malteser-Camp in dem zu 90% zerstörten Léogâne auf Haiti. Von seinen Erlebnissen und Eindrücken vor Ort berichtet er einer großen Zuhörerschaft am 13.04.2010 in einem Vortrag in der Klinik Sankt Elisabeth in Heidelberg. Hunger, lebensbejahender Optimismus, Traumatisierung, Improvisation, Zusammenarbeit und Schmerz – das sind die immer wiederkehrenden Eindrücke, die Heide in den zwei Wochen seines Einsatzes im Erdbebengebiet gewinnen konnte.
Der Gynäkologe hatte dem Malteser International schon seit einiger Zeit seine Hilfe angeboten. Ganz kurzfristig forderten diese dann einen Gynäkologen an, Wolfgang Heide sagte sofort zu, regelte kurzfristig seine Vertretung in Praxis und Klinik und packte dann seine 15 kg Gepäck, die er mitnehmen durfte. Da kein Kontakt zu dem Malteser Camp in Léogâne möglich war, nahm er auf Verdacht eventuell benötigte medizinische Hilfsmittel aus dem Kreißsaal der Klinik Sankt Elisabeth mit. „Spielsachen. Das ist, was ich beim nächsten Mal mitnehmen würde. Um diese traumatisierten Kinder wenigstens für einen Moment zum Lachen zu bringen.“
Am 21. Januar beginnt der Malteser mit der Errichtung eines Gesundheitspostens in Léogâne. Das Camp steht auf dem Gelände einer Rumfabrik, deren Besitzer der Hilfsorganisation sein Grundstück zur Verfügung stellt, „wobei er selbst von schlechtem Gewissen geplagt ist, da er und seine Familie im Gegensatz zu Hunderttausenden seiner Landsleute überlebt haben“, so der Heidelberger Mediziner.
Rund 100 Patienten täglich behandeln die Ärzte im Camp, darunter viele Traumatisierte, die Schmerzen verspüren, ohne dass ein körperliches Korrelat gefunden werden kann. Narkosemittel fehlen anfangs, dafür tauchen irgendwoher auf einmal hochdiffizile Instrumente zur Herzkatheterisierung auf. Die alltägliche Widersprüchlichkeit im Chaos. Anfangs liegen die Patienten auf dem Boden in Zelten, später dann auf selbstgezimmerten Untersuchungsliegen. Das Malteser-Team lernt auch, mit den religiösen Besonderheiten Haitis umzugehen. An einigen Krankenbetten wird parallel zur Schulmedizin mit Voodoo der Einheimischen versucht zu helfen. Auf Haiti sind ca. 80% der Bevölkerung katholisch, genau so viele praktizieren gleichzeitig Voodoo.
Improvisation ist notwendig zum Überleben im Camp. So bauen die Helfer aus einem Fass zur Rumgewinnung eine Dusche. Eine Toilette gibt es anfangs nur im Privathaus des Besitzers der Rumfabrik, der Müll türmt sich bergeweise auf und stinkt bestialisch. Mit vereinten Kräften versucht man, ein Mindestmaß an Hygiene einzuhalten, um schlimmen Seuchen Einhalt zu gebieten.
Das Essen für Patienten und Helfer wird meist von Patientenangehörigen zubereitet. Diese kochen aus den Zutaten, die sie vorfinden. Und getreu einer Malteser-Regel verläuft auch die Essensverteilung: immer zuerst die Patienten, dann die Helfer. Mangos gibt es viele und Kochbananen. Die Helfer improvisieren auch hier und kreieren neue Leibspeisen: Bananenbrötchen mit Pfeffer. Not macht erfinderisch. Hunger ist der tägliche Begleiter. Den Helfern ist es verboten, den Patienten Essen mitzugeben, denn das hätte eine unvorstellbare, nicht zu bewältigende Sogwirkung zur Folge gehabt. Dennoch brechen sie mit der Regel und stecken den Bedürftigsten (Schwangeren, Stillenden, Älteren und Kindern) heimlich „Kids against Hunger“-Beutel mit Reis und Bohnen unter die Jacken. Auch diese Päckchen sind wie so vieles in den Lagern auf einmal da. Niemand weiß woher und von wem.
Allen schlimmen Alltagskonfrontationen zum Trotz gibt es für das Malteser-Team aus internationalen Ärzten, Krankenschwestern, Logistikern und Administratoren sowie zahlreichen einheimischen Helfern immer wieder schöne Momente: Eine Familie nennt ihr Kind, das sie in der Malteser-Ambulanz in Darbonne zur Welt bringt, dankbar Jim Malte.
Der Heidelberger Gynäkologe hat seinen Vortrag bereits in Schulen gehalten und wird von seinen Erfahrungen noch weiteren Menschen berichten, um diese auf die Situation in Haiti aufmerksam zu machen. 505 Euro konnten an diesem Abend für die Unterstützung der Arbeit des Malteser Hilfsdienstes gesammelt werden.
Zum Abschluss dieser eindrucksvollen und informativen Stunde lässt Wolfgang Heide eine Bilderfolge laufen. Im Hintergrund singen Haitianer. Musik eines Gedenkgottesdienstes im Camp, die der Gynäkologe - wie auch die Fotos - mit seinem Handy aufgenommen hat. Improvisation und Optimismus inmitten des Schrecklichen.
Landfrauenverbände zu Gast in der Klinik Sankt Elisabeth
31.03.2010
Bereits zum 6. Mal veranstaltete die Klinik Sankt Elisabeth in Heidelberg einen Gesundheitstag für die Mitgliederinnen der einzelnen Landfrauenverbände. 60 Besucherinnen aus Leimen-Gauangelloch, Ketsch, Weinheim, Lobbachtal, Schriesheim und Meckesheim konnten als Gäste begrüßt werden. Geschäftsführung und Mitarbeitende freuen sich jedes Mal über das positive Feedback, das am Ende der Veranstaltung von den Teilnehmerinnen übermittelt wird. Die Landfrauen schätzen die abwechslungsreiche und sehr informative Gestaltung dieses Tages.
Fachärzte und Klinikmitarbeitende stellten interessante Themen rund um das breitgefächerte Behandlungsspektrum der Gynäkologie und Chirurgie vor: Älter werden, Sanfte Operationen, Klimakterium, Brustuntersuchung im Rahmen der Früherkennung von Krebs und Ambulantes Operieren, Faltenbildung und Hyaluron. Des Weiteren standen Übungen, wie z.B. Beckenbodengymnastik auf dem Tagesprogramm. Ein Mittagsgebet mit den Ordensschwestern in der Kapelle, rundete das Programm vormittags ab. Der Nachmittag war mit Hausführungen und einem Vortrag über Schmerztherapie in der Anästhesie ausgefüllt.
Die ausgezeichnete Bio-Küche der Klinik sorgte für das leibliche Wohl der Gäste. Dieser Tag war auch für die Auszubildenden der Hauswirtschaft eine schöne Gelegenheit, ihre Fähigkeiten in der Bewirtung und im Besonderen der dekorativen Gestaltung unter Beweis zu stellen. Der informative Tag nahm bei Kaffee und Kuchen seinen Ausklang.



